YasbNet

Minimalismus trifft Performance – Meine Reise zur perfekten Windows-Statusleiste

In der Welt der Desktop-Individualisierung gibt es ein klares Ziel: Information ohne Ablenkung. Als Entwickler verbringe ich Stunden vor dem Bildschirm, und die Standard-Taskleiste von Windows war für mich schon lange mehr ein Hindernis als eine Hilfe. Das Ergebnis meiner Suche nach einer eleganteren Lösung? YasbNet.

Die Inspiration: Ein großes Dankeschön an Yasb

Bevor wir in die Details gehen, möchte ich ein großes Lob an das ursprüngliche Yasb-Projekt (Yet Another Status Bar) auf GitHub aussprechen. Die Idee, eine hochgradig anpassbare Statusleiste für Windows zu schaffen, stammt von dort. Während das Original auf Python und CSS basiert, hat es mich so sehr fasziniert, dass ich beschlossen habe, dieses Konzept als Grundlage zu nehmen und eine native, performante Version auf Basis von .NET 10 zu entwickeln. Ohne die großartige Vorarbeit und die Vision des Yasb-Teams wäre dieses Projekt nie entstanden.

Die Vision: Weniger ist mehr – und menschlicher

Die Idee hinter YasbNet war es, diesen Geist aufzugreifen: Eine extrem schlanke Statusleiste am oberen Bildschirmrand, die mir alle wichtigen Systemdaten in Echtzeit liefert, während sie sich nahtlos in das Windows-Ökosystem integriert.

Statt klobiger Icons und unnötigem Ballast bietet YasbNet:

  • Smart-Infos: Lokales Wetter für Kassel (via Open-Meteo) und die aktuelle öffentliche IP-Adresse.
  • Deep System Integration: Ein eigenes Power-Menü, Workspace-Switcher und ein aktiver Fenster-Tracker.
  • Design: Volle Unterstützung für die JetBrains Mono Schriftart und dynamische Anpassung an das Windows-Farbschema (Dark/Light Mode).

Die technischen Hürden: Unter der Haube von .NET 10

Was nach einer einfachen Leiste aussieht, entpuppte sich als spannendes Deep-Dive in die Windows-Internals. Da YasbNet mit .NET 10 und WPF entwickelt wurde, mussten wir einige „harte Nüsse“ knacken:

1. Das AppBar-Problem

Damit Fenster (wie Browser oder IDEs) YasbNet nicht einfach überlagern, muss die App als offizielle AppBar registriert werden. Das bedeutet, wir sagen Windows: „Dieser Bereich ist reserviert!“. Erst dadurch rücken maximierte Fenster automatisch nach unten.

2. Der Endgegner: DPI-Skalierung

Jeder, der schon mal mit Multi-Monitor-Setups gearbeitet hat, kennt das Problem: Unterschiedliche Skalierungen führen oft zu Spalten oder Überlagerungen. Wir haben eine präzise DPI-Kompensation implementiert, damit YasbNet auf dem Hauptbildschirm immer bündig abschließt – egal ob 100% oder 150% Skalierung.

3. Volle Kontrolle via JSON

Flexibilität war mir wichtig. Über eine zentrale config.json können Nutzer ihre Koordinaten, Update-Intervalle und das Erscheinungsbild anpassen, ohne eine einzige Zeile Code ändern zu müssen.

Das Ergebnis

YasbNet ist mehr als nur ein Tool; es ist ein Statement für einen aufgeräumten Workspace. Durch das automatische Verstecken der originalen Taskleiste und die Platzierung aller relevanten Infos an den oberen Rand fühlt sich Windows plötzlich viel „leichter“ an – fast wie ein maßgeschneidertes Linux-Setup. Es ist die perfekte Symbiose aus roher Kraft und menschlicher Lesbarkeit.

Download: https://blog.grams-it.com/projects/2026.03.14.3_YasbNet.zip (57 MB)

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